Drogen

Die Drogen- und Suchtentwicklung zeigt: Es wird immer mehr und in immer jüngeren Jahren gesoffen, bis der Arzt kommt. Beim Rauchen und bei anderen "weichen Drogen" wird ein Rückgang verzeichnet. Trotz Drogenkonsumräumen gibt es viel zu viele Herointote.

Die herrschende Einteilung von Drogen in weich und hart, legal und illegal macht gute Drogenpolitik schwer. Angemessener wäre es, nach "harten" und "weichen" Konsummustern zu unterscheiden und psychoaktive Substanzen medizinisch, rechtlich und politisch nicht künstlich zu trennen. Anders gesagt: Jeden Tag saufen ist legal, aber superschädlich. Medikamentenmissbrauch auf Rezept ist schädlich, aber nicht strafbar. Ziel muss es sein, den informierten und selbstbestimmten Konsumenten von dem hilfebedürftigen Abhängigen und von kriminell operierenden Händlern zu unterscheiden.

Grüne Politik setzt auf das Leitbild von mündigen KonsumentInnen und auf Hilfe statt Strafe bei starken Abhängigkeitsmustern an. Süchtige sind keine Kriminellen, sondern Kranke. Harte Verfolgung bringt weniger als akzeptierende Präventionsangebote auf Augenhöhe.

Ich setze mich ein für:
- Anonymes Drugchecking
- Akzeptierende Präventionsarbeit
- Entkriminalisierung bei Eigenverbrauch
- Berlin muss an dem bundesweit erfolgreichen Projekt zur Heroinsubstitution teilnehmen

Jahrgang: 2008
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23.11.2008 > Die Zeche begleichen wir (Artikel aus dem Tagesspiegel) - Ständig werden Kinder und Jugendliche im betrunkenen Zustand von der Polizei aufgelesen. Eine Überlegung sieht jetzt vor, die dabei entstehenden Kosten den Eltern der betroffenen Kindern in Rechnung zu stellen. Eine Pro-Contra Debatte im Tagesspiegel vom 23.11.08, geschrieben von Tanja Buntrock (Presse)
09.05.2008 > Stadtgespräch Kontrovers zum Thema "Deutschland einig Koma-Land" - Was kann die Politik und die Gessellschaft gegen immer Alkohol- und Drogenkranke machen? Eine Diskussionsrunde des TVB zusammen mit Wolfgang Albers, Die Linke, gesundheitspolitischer Sprecher & Dr. Heinz-Dieter Hartung, Jüdisches Krankenhaus (Presse)
24.04.2008 > "Exzessiver Alkoholkonsum und Ankündigungspolitik des Senats " - Es geht um den Umgang der Politik mit Drogen und vor allem Alkohol. Auf der einen Seite wird auf die Gefahr des Alkoholkonsums für Jugendliche hingewiesen (wenn mal wieder ein Fall von schwerem Alkoholmissbrauch bekannt wird), auf der anderen Seite aber weiter Alkoholwerbung im öffentlichen Raum gebilligt. Die Drogenpolitik der Regierung ist hier unehrlich und soll dies endlich begreifen. Jugendliche, die Alkohol konsumieren, sollen nicht als TäterInnen dar stehen! (Reden)