Gewalt vor dem 1. Mai nicht herbei reden!

12.04.2007: Deeskalationsstrategien sind das einzige Mittel schwere Gewaltausbrüche zu verhindern. Wer nach massiven Einsätzen schreit, hat die Lage und die Vorteile einer gewaltfreien Lösung nicht verstanden - eine Erklärung zusammen mit Volker Ratzmann

Die Polizei hat völlig angemessen auf die gestrigen Ereignisse im Mauerpark reagiert. Wenn es der Polizei gelingt mit 16 Beamten 50 Jugendliche mit Platzverweisen dazu zu bewegen, den Park zu verlassen und das von den Jugendlichen ordnungswidrig entfachte Feuer zu löschen, dann ist das ein Erfolg und keine Katastrophe. Es spricht für sich, dass es keinerlei Widerstandhandlungen und keine dementsprechenden Anzeigen gab.

Die Polizei hatte starke Kräfte im Umfeld, die bei Eskalation sofort hätten eingesetzt werden können. Das Prinzip der Deeskalation hat wiedereinmal gewirkt. Die Polizei tut gut daran, wenn sie sich jetzt nicht durch aufgeregtes Geschrei verunsichern lässt. Wer jetzt lauthals gewalttätige Auseinadersetzungen am 1. Mai und während des G-8-Gipfels beschwört, heizt die Stimmung unnötig an und tut der Stadt keinen Gefallen.

Das Konzept der Deeskalation hat in den letzten Jahren zu Befriedung des 1.Mai beigetragen. Es muss fortgesetzt werden.

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