Sehr geehrter Herr Anstaltsleiter...
10.02.2009: Ein neues Buch über Briefe aus den Gefängnissen ist erschienen. Jeden Tag gibt es etwa in der JVA Tegel drei bis fünf Briefe, die mit Beschwerden an die Gefängnisleitung gerichtet sind.
Beschwerden über die medizinische Versorgung, über den Vollzugsplan, in dem Urlaub und Haftverlauf geplant sind oder auch über die fehlende Erlaubnis bestimmte Güter in der Zelle zu haben. Zu diesem Thema haben zwei Rechtswissenschaftler ein Buch verfasst, für das sie kuriose Beschwerdebriefe gesammelt haben. Das Buch ist unter dem Titel "Ich bitte mir ein Legehuhn halten zu dürfen, Herr Anstaltsleiter" erschienen.
Zum Artikel von Sabine Deckwerth, Berliner Zeitung
In meinen etwa 150 Briefen, die ich aus den Berliner Gefängnissen bekommen habe, finden sich dagegen wenig kuriose Geschichten. Häufig sind es Beschwerden, die klar machen: Im Justizvollzug wurde lange genug gespart.