Prüfen Sie Ihre Kontoauszüge!
19.08.2008: Die aufgetauchten geheimen Bankdaten von vielen deutschen BundesbürgerInnen sollten alle BerlinerInnen warnen. Der Datenschutz darf kein untergeordnetes Thema mehr sein!
Der Skandal des illegalen Handels mit persönlichen Daten nimmt immer weitere Ausmaße an. Sechs Millionen Datensätze mit Namen, Adressen und Telefonnummer, davon vier Millionen mit Kontoverbindungen, zeigen: Das Problem hat Berlin längst erreicht. Wir fordern deshalb alle Berlinerinnen und Berliner auf: Prüfen Sie Ihre Kontoauszüge! Sollte Geld abgeflossen sein, ohne dass ein Einverständnis vorlag, muss der Bank ein Rückholauftrag erteilt werden. Nur so kann man sich vor Vermögensschäden schützen. Den Senat fordern wir auf, im Bundesrat aktiv zu werden, damit der Adresshandel im Bundesdatenschutz strenger geregelt wird. Der Berliner Datenschutzbeauftragte Dr. Dix kritisiert zu recht, dass Name und Adresse bisher weiterverkauft werden dürfen, wenn der Betroffene dem nicht widersprochen hat. Das zeigt, dass der Adresshandel neu geregelt werden muss und er nur zugelassen werden kann, wenn die Menschen dem aus-drücklich zugestimmt haben. Die Zeit, in der Datenschutz als Täterschutz galt, muss endgültig vorbei sein. Im Gegenteil: Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder müssen aus dem Skandal gestärkt hervorgehen. Außerdem müssen die Strafen für illegalen Datenhandel verschärft werden.