Polizeipräsident droht mit Blutgrätsche - zu unrecht!

01.09.2008: Der Rückgang der Gewaltbereitschaft bei Fußballfans sollte positiv aufgenommen werden, doch trotzdem droht die Polizei mit Spielverboten. Im Anbetracht der Entwicklung ist dies ganz sicher nicht die richtige Lösung.

Der Polizeipräsident könnte mit den Zahlen zufrieden sein: Es gibt halb so viele gewaltsuchende Fans (2005/06: 275; heute: 145)und die öffentlichen Kosten sinken von Jahr zu Jahr. (2005/06: 4,4 Millionen, 06/07: 3,84 Millionen, 07/08 3,5 Millionen ) Die Entwicklung zeigt deutlich: Fußballspiele in Berlin sind friedlicher und für die öffentliche Hand günstiger geworden. Bei diesem erfreulichen Trend im Fußball sollte man optimistisch an die neue Saison herangehen, statt jetzt die Blutgrätsche anzudeuten. Die Diskussion um Spielverbote führt in die Irre. Die Vereine und deren Fanclubs, sowie die Polizei haben erfolgreiche Arbeit geleistet. Das andauernde Muskelspiel des Polizeipräsidenten ist ein Schlag ins Gesicht für die Bemühungen der Vereine, deren Fans und Fanbeauftragten. Es wäre angebracht, die positiven Entwicklungen zu würdigen und die Anstrengungen fortzuführen. Der Schutz von Fußballspielen ist seit jeher auch eine öffentliche Aufgabe und wird es auch bleiben.

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