Der Harry-Bresslau-Park kommt. Ein erster Schritt.

20.11.2008: Der Park an der Treitschkestraße ist in Harry-Bresslau-Park umbenannt worden. Harry Bresslau war ein Widersacher Treitschkes und seiner antisemitischen Hetze. Uns Grünen reicht dies nicht. Wir wollen die Umbennenung der Treitschkestraße. Diese steht in der nächsten Legislatur ganz oben auf der Agenda. Ein Bürgerbegehren soll nun mehr Druck machen.

Morgen wird der Park an der Treitschkestraße (Steglitz-Zehlendorf) in Harry-Bresslau-Park benannt. Außerdem werden Informationsstelen den Antisemitismusstreit erläutern. Das aktive Gedenken in Berlins Südwesten wird so sichtbar gemacht. Dem Antisemiten und Wegbereiter des Nationalsozialismus Treitschke wird nun der Name eines seiner entschiedensten Widersacher entgegen gesetzt. Die Benennung des Harry-Bresslau-Parks haben wir Grüne der CDU in harten Verhandlungen abgerungen. Für Bündnis 90/ Die Grünen ist das noch nicht genug. Wir stehen für eine sofortige Umbenennung der Treitschkestraße. Das weiß auch die CDU. Wer schwarz-grüne Optionen in Berliner Bezirken will, muss auch grüne Inhalte umsetzen. Das gilt erst recht, wenn es um die Aufarbeitung des dunklen Kapitel in der Geschichte des Berliner Südwestens geht. Harry Bresslau (geb. 22.03.1848 in Dannenberg, gest. 27.10.1926 in Heidelberg) wurde 1877 nach einer Tätigkeit im Schuldienst Professor für Geschichte an der Universität in Berlin. Als von Treitschke 1879 seine Schriften gegen die Juden veröffentlichte, trat ihm Bresslau entschieden entgegen (Antisemitismusstreit). Unter Bresslaus Vorsitz wurde 1885 die Historische Kommission für die Geschichte der Juden in Deutschland gegründet. 1888 wurde er Mitglied der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica.

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