Senat darf kein Datenstaubsauger sein!
16.11.2009: Die Verwaltung hat in einem ärztlichen Fragebogen für die Einstellungsuntersuchung von Stellenbewerbern, u.a. Angaben zu mögl. psychischen Krankheiten, Drogenkonsum und Alkoholgenuss verlangt.
Damit beweist der Senat einmal mehr: Datenschutz ist ihm egal. Meine Fraktion wird bei diesem Thema Aufklärung verlangen.
Mal wieder beweist der Senat: Datenschutz ist ihm egal. Zunächst stellt er eine Reihe von unzulässigen Fragen über die Privat- und Intimsphäre von BewerberInnen.
Dann drückt sich der Senat um die entscheidende Antwort, nämlich die nach der Löschung rechtswidrig erhobener Daten. Und Senatorin Lompscher ist sich nicht zu schade, die Öffentlichkeit in die Irre zu führen. Sie behauptet, das Problem sei behoben, der Fragebogen ausgetauscht.
Laut Medienberichten werden aber auch im neuen Fragebogen unzulässige, intime Fragen gestellt. DatenschützerInnen und ArbeitsrechtlerInnen dreht sich bei diesen Fragen der Magen um!
Meine Fraktion wird dieses Thema im Ausschuss für Datenschutz aufrufen und vollständige Aufklärung verlangen.
Artikel zum Thema vom Portal B2B Berlin, vom Tagesspiegel und der Morgenpost:
Sensible Daten erfragt...zum Artikel
Land Berlin will es ganz genau wissen - Artikel von Stefan Jacobs...zum Artikel
Umstrittener Fragebogen; Personalrat setzt Senatorin Lompscher unter Druck - Artikel von Stefan Schulz...zum Artikel