Kriminalitätsentwicklung im 1. Halbjahr 2016

Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Benedikt Lux (GRÜNE) vom 18. Juli 2016

S17/18892

Inhalt: Die Schriftliche Anfrage erfragt den Stand der Kriminalität im ersten Halbjahr 2016. Es wird deutlich, dass die Zahl der Straftaten erneut deutlich angestiegen ist. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 wurden 2,4% mehr Straftaten begangen. Das ist ein erneuter Höchststand für Berlin. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 stieg die Zahl der Delikte damit um 23,3%!

Besonders deutlich stiegen erneut die Eigentumsdelikte an: Einfacher Diebstahl stieg im Jahresvergleich um 10,4%, schwerer Diebstahl wie Einbruch um 3,4%. Auch Rohheitsdelikte (z.B. Körperverletzung und Raub) stieg um 6,5%. Einen Rückgang gab es dagegeben bei den Vermögensdelikten um 16,5%, wobei dies wohl vor allem auf einen starken Rückgang im Bereich Schwarzfahren („Beförderungserschleichung) um 69% zurückzuführen ist.

Bewertung: Erneut zeigt sich: Berlin ist unter Frank Henkel unsicherer geworden. Insbesondere die Alltagskriminalität kriegt er nicht in den Griff. Er verheizt die Polizei statt dessen lieber in sinnlosen Großeinsätzen mit zweifelhaften oder sogar kontraproduktiven Ergebnissen. Er hat die Polizei in den letzten fünf Jahren stark zentralisiert und somit den Direktionen und Abschnitten die Möglichkeiten für Prävention und Präsenz vor Ort genommen. Das rächt sich nun, was sich vor allem im Anstieg der Alltagskriminalität wie Einbruch, Taschendiebstahl und Fahrraddiebstahl bemerkbar macht.